Home

Buch-Shop  

Ausstellungen

Genetik

Archiv

Literatur

   Links

Impressum

Facebook

 

 

Book-Shop

Shows

Genetics

Archive

Literature

 

 

 

 

Pencilled, Flash und Undergrizzle

Paul Gibson vergleicht in der Septemberausgabe der Pigeon Genetics 2002 Pencilled, Flash und Undergrizzle. Danach bewirkt Pencilled im spalterbigen Zustand eine bogenmäßige weiße Aufhellung entlang der Feder, und im reinerbigen Zustand eine fast völlige Weißfärbung mit Ausnahme des Kopfes. Ausnahmen werden von ihm mit dem Hanakröpfer genannt, bei denen das Flügelschild bronze oder schwärzlich gestreift erscheint. Zu nennen sind als Ausnahme ergänzend vor allem die Briver Schwarzköpfe, bei denen Pencilled zuerst untersucht wurde.

Flash Grizzle (aufblitzender Schimmel) hellt die Federn beidseitig des Federschaftes und hauptsächlich bei den Schwanzfedern auf, gelegentlich auch in den Schwingenfedern 2. Ordnung. Die Aufhellung erfolgt etwa in der Mitte der Feder (und nicht wie bei Pencilled von unten heraus kommen). Fotos auf dem Titelblatt der Dezemberausgabe 2000 zeigen allerdings bei einem der Tiere auch eher eine von unten kommende Aufhellung.

Undergrizzle ähnelt nach Paul Gibson spalterbigen Pencilled, erfaßt mit dem Weißeffekt von der Basis aus aber die gesamte Feder mit Ausnahme des Endes der Schwanzfeder. Bei geschlossenem Schwanz fällt der Aufhellungseffekt noch nicht einmal stark auf.

Darüber, ob Pencilled dominant (Paul Gibson) oder rezessiv ist (Mme Francqueville mit ihren Untersuchungen bei Briver Schwarzköpfen und Andreas Leiß bei Wiener Stadttauben) gab es einige Diskussionen.

Eine Frage, die sich bei diesen unterschiedlichen Ergebnissen aufdrängt, ist die, warum wir so sicher sind, daß es sich bei den unterschiedlichen getesteten Tauben um die gleiche „Pencilled“ handelt. Die „Pencilled“ von Paul Gibson mögen genetisch etwas anderes sein als die „Pencilled“ der Wiener Stadttauben und der Briver Schwarzköpfe. Ähnliche Phänotypen können bekanntlich durch unterschiedliche Genkombinationen entstehen, was man nicht nur am Paradebeispiel von Dun und Braun demonstrieren kann. Auch wird bei den Untersuchungen nicht ganz deutlich, ob modifizierende Faktoren sowohl bei den getesteten Pencilled als auch bei dem Wild-Typ völlig ausgeschaltet worden sind. Gerade bei Pencilled, aber auch bei Flash Grizzle und Undergrizzle wird immer wieder darauf hingewiesen, daß es einen Unterschied macht, ob die Kreuzungspartner Scheckfaktoren besitzen oder nicht. Eine weitere Pencilled-Variante, die unabhängig von den anderen genannten aufgetreten ist, gibt es bei geelsterten Hochfliegern, wobei auch hier das genetische Verhältnis zu den anderen Faktoren zu klären bleibt.