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Tauben in der AOC auf der VDT-Schau in Erfurt  26.-28. November 2010

Bei den Einzeltieren wurde wiederum reichlich Gebrauch von der Möglichkeit gemacht, in der eigenen Rasse nicht anerkannte Farbenschläge auszustellen. Voraussetzung dafür ist nach den Allgemeinen Ausstellungsbedingungen des BDRG, dass diese bei irgendeiner anderen Rasse vorhanden und damit zumindest als Farbenschlag standardisiert sind. Den Anfang machten drei andalusierfarbige Ungarische Riesenstauben, von denen ein Jungtäuber von Jürgen Kraßka auf 95 Punkte kam. Bei Paarungen mit Schwarzen und Blauen und entsprechender Selektion dürfte auch der etwas rötliche Anflug im Gefieder bald verschwunden sein.

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168 Ungarische Riesentaube andalusierfarbig sg 95 E (Jürgen Kraska), 1598 und 1599 Texaner 1,0 jung und 1,0 alt vielfarbig sg 93 und 90 Punkte (Hohenberger)

 

Unter den 230 Texanern auch zwei als „vielfarbig“ gemeldete Täuber. Der eine davon zeigte im Käfig ein starkes Abwehrverhalten und wirkte allein von daher schon etwas dick im Hals, was auch in der Kritik moniert wurde. Bei Vielfarbigen geht allerdings die für die Rasse typische Kennfarbigkeit verloren. Reinerbige vielfarbige Täuber sind im Unterschied zu den Weibchen zwar auch fast weiß wie reinerbige Texaner, sie haben anders als diese aber in der Regel Augen- und andere Defekte. Die beiden gezeigten Täuber waren spalterbige Vielfarbige, der schon etwas dunklere Täuber ein Alttäuber.

Bei den reinerbigen indigo-gehämmerten Show Racern erreichte einer der beiden jungen Täuber 95 Punkte. Die Tiere machten die große Ähnlichkeit mit Rotfahlgehämmerten deutlich, in der Klasse der Rotfahlgehämmerten wären sie vermutlich nicht aufgefallen. Ein als Blauschimmel in der AOC gemeldeter und mit f.K. deklarierter junger gestorchter Täuber erreichte ebenfalls  95 Punkte. 29 Show Homer überraschten von der Zahl und hatten eine außergewöhnliche Jungtäubin in der AOC in khakifahlgehämmert (Hetherington & Rudd).  Die Färbung ist nicht so außergewöhnlich bei Show Homern, denn die Grundfarbe Braun gehört seit der Entstehung der Rasse zum Genbestand. Auch hier stand  noch ein Braunfahlgehämmerter aus derselben Zucht. Der Unterschied zwischen den beiden Farbenschlägen liegt nur im geschlechtsgebundenen Verdünnungsfaktor, den die Khakifarbenen besitzen.

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3370 Show Racer indigo-gehämmert reinerbig sg 95 ZP (Alfred Meyer), Show Racer gestorcht sg 95 (Swen Bode), Show Homer 0,1 jung khakifahlgehämmert sg 94 Z (Hetherington & Rudd)

Neun Braungescheckte bei den Kingtauben überraschten durch die Gleichmäßigkeit und klare Farbaufspaltung. Alle wurden hoch bewertet, die Skala reichte von  93 bis 95 Punkte. Überzeugend auch drei Schwarzsprenkel und ein Dunkler im selben Notenbereich.

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5564 und 5570 King braungescheckt sg 93 und sg 95 EP (Jörn Krause),

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5574 King sg 93 schwarzsprenkel (Bornschein), 5575 King dunkel sg 95 Z (Rolf und Klaus Hahn)

 

Deutsche Modeneser warteten mit zwei Blaufahlschimmeln auf, einer davon sg 95 E. Schön anzusehen als Rarität auch eine Rotfahle ohne Binden. Ihr wurde  nicht die Färbung, sondern der etwas untypisch dicke Hals „angekreidet“. Unterschiede im Typ waren bei einigen anderen traditionellen Farbenschlägen allerdings noch auffallender.  

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7826 Deutscher Modeneser rotfahl ohne Binden 90 Punkte (Sven Sablovski), 7825 Deutscher Modeneser blaufahlschimmel  sg 95 E (Timo Berger)

 

Bei den Sächsischen Kröpfern in gewohnter hoher Qualität Milky mit Binden und Milky Gehämmert in jeweils einem Exemplar. Bei der Milky Gehämmerten verschwand die Hämmerung im dunkleren Flügelschild. Mit ihrer aparten Ockerbrust machte sie deutlich, dass es sich um eine Verdünntfarbene handelte.

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8464 Sächsischer Kröpfer milky mit Binden sg 95 EP und 8465 milky gehämmert sg 93 (Martin Gangkofer)

 

Gleich 34 Nummern AOC bei den Marchenerokröpfern, in denen vor allem die Braunen in verschiedenen Kombinationen zur Geltung kamen. Aber auch Indigo, Andalusier und Silbersprenkel wurden in größerer Zahl gezeigt, unter letzteren auch ein V 97 BLP für einen Täuber von Jan Schrötz.  Interessant waren wiederum die Schimmelvarianten, die auch als Blaugehämmerte und Braunfahlgehämmerte einen sehr guten Eindruck hinterließen und deutlich machten, dass nicht nur die bindige Variante bei den Schimmeln ein gutes Bild macht.

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10050 Marchenerokröpfer braunfahl indigo-gehämmert sg 93 (Ronald Bube), 10060 Marchenerokröpfer Schimmel Blaugehämmert sg 95 SVE und 1069 Schimmel Braunfahlgehämmert sg 95 Z (Richard Greenwood)

 

Bei den Sevillanokröpfern in der AOC eine dunkelgehämmerte Täubin im Anschluß an die Rauchblauen. Bei Voorburger Schildkröpfern wie im Vorjahr einige Andalusierfarbige. Überzeugende Andalusier mit einem Täuber sg 95 EP auch bei den Brünner Kröpfern, bei denen in der AOC ein Dunkel Geherzter von Dieter Müller auf hv 96 E kam.  Nachdem die Thüringer Mondtauben in gelb ohne Binden anerkannt sind stand auch eine “ Braune ohne Binden“  im Käfig.

Bei den Arabischen Trommeltauben ist die AOC meist auch gut bestückt, wobei man sich bei einigen eher traditionellen Farbenschlägen gelegentlich fragt, ob man sie denn nicht schon einmal in der allgemeinen Klasse gesehen hat. Gemeldet waren Blaufahlgehämmert, Rotfahlgehämmert, Dun, Dun-Gescheckt mit hv 96 E für Dieter Dammann, Blaufahl mit Binden und Dunkel.

Als Spiegelschwänze blau gemeldete Pfautauben waren schon in Hannover zu sehen und sind im Bericht über die Schau auf dieser Homepage abgebildet. Die Spiegel dürften ursprünglich von Blondinetten stammen.  Daneben noch gemeldet Einzeltiere blaufahl gescheckt, rotgetigert, hellblau-schildig und milky gehämmert. Die Rotgetigerte entsprach von der Färbung dem, was bei Französischen Hochfliegern als „Savoyard“ und in Deutschland bei Portugiesischen Tümmlern als „dreifarbig bronze“ anerkannt ist. Der Hellblauschildige war von daher eine Besonderheit, dass er auf dem relativ dunklen blauen Grund eine gelblich-rötliche Färbung zeigte. Möglicherweise deswegen auch die Bezeichnung hellblau, denn es könnte ein Zusammenhang mit dem Faktor Domiant Opal bestehen, der für „Hellblaue“, dann aber meist mit stärker aufgehellten bis hin zu weißen Binden verantwortlich ist. Von außen aber auch nur Spekulation.

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16135 Pfautaube dreifarbig bronze g 92, im Katalog rot-getigert (Schochardt), 16137 Pfautaube milky-gehämmert sg 94 (Frank Schlechte)

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16136 Pfautaube hellblau-schildig sg 94 RZ (Rüdiger Lorenz), 16575 Lockentauben blaufahl-schildig mit Haube g 91 (Martin Hoyer)

 

Bei den Lockentauben war ein Pärchen blaufahl-schildiger Lockentauben mit Haube zu bewundern, der Täuber mit 91 und die Täubin mit 93 Punkten.

Genetisch schwer einzuordnen waren die als Silber mit Binden gemeldeten Altholländischen Kapuziner, bei denen man ohne genetische Tests allenfalls spekulieren kann, was sie beinhalten. Der Farbenschlagbezeichnung „Silber“ im Vorspann zu den Musterbeschreibungen entsprach die Färbung nicht. Wenn eines der Tiere mit eher grau gefärbten Binden alleine gestanden hätte, dann hätte man auf Milky als genetische Basis tippen können, die anderen drei gezeigten Tiere zeigten allerdings eher rötlich/braune Binden, an Dominant Opal erinnernde Aufhellungen. Es darf weiter gerätselt werden. Bewertet wurden sie nicht, da sie nicht eindeutig einem bei einer anderen Rasse anerkannten Farbenschlag zugeordnet werden konnten, so die Bestimmungen für die AOC.

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16707-17710 Altholländische Kapuziner „silber“, n.a. (Zimmermann)

 

 Italienische Mövchen waren mit einem Pärchen schwarz getigert vertreten, Figurita Mövchen in Rezessiv Rot und Gelb, Rotfahlschimmel mit einem hv 96 EP für Jan Kiffe-Delf, Gelbfahlschimmel und Rotfahl gescheckt. Ein Teil der Färbungen wurde zeitgleich unter den Neuzüchtungen ausgestellt.  Unter den Englischen Owl-Mövchen auch vier Weiße von Dirk Hornbostel.

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17583 Italienische Mövchen schwarz-getigert g 91 (Willi Dörr), 19177b Kölner Tümmler Indigo mit Binden sg 94 Z (Frank Stern), 19929 Englischer Long Faced Tümmler belatscht dun g 91 (Otto Jensen)

 

Unter fast 300 Kölner Tümmlern neben einem Blaufahlschimmel auch ein Indigo mit Binden zu finden, beide mit sehr gut beurteilt. Unter den 10 Englischen Long Faced Tümmlern neben 5 Schwarzen, einem Roten auch 4 Dunfarbene mit einem intensiven brauen Ton in der AOC.

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20882 Orientalischer Roller „perlgrau“ mit Binden sg 93 (Hans-Georg Martin), 20963 Persischer Roller weiß gelbgezeichnet sg 94 (Mario Merten)

 Nach den Weiß-Rotgezeichneten waren bei den Orientalischen Rollern zwei Weiß-Dungezeichnete, drei Smoky-Blaufahle als Perlgraue mit Binden und zwei Indigo-Gehämmerte gemeldet, unter letzteren die Täubin mit sg 95 E. Von den „Perlgrauen“ im Bild gezeigt das dunkelste Tier. Ein Weiß-Gelbgezeichneter war auch bei den Persischen Rollern zu finden und entsprach dem unter dieser Bezeichnung bei den Orientalischen Rollern geführten Farbenschlag.

Die gezeigten Tiere stellten interessante Farbtupfer dar, die an vielen Käfigen Anlass für interessante Diskussionen boten.

Wird fortgesetzt mit Anmerkungen zur allgemeinen Klasse.

Pigeon in the AOC-Class at the VDT-Show in Erfurt 2010

 

The AOC-Class was used in more than 20 breeds for different colouration not or not yet standardized in the specific breed, but still standardized in another breed. So again in some breeds Indigo and Spread Indigo (Andalusian) were shown, e.g. Andalusian Hungarian Giant House Pigeons. In the class of Texan Pioneers two (heterozygous) almond cocks (German “vielfarbene”) were shown. However, due to the health problems of pure almond cocks the development of a strain of Auto-sexing pigeons, the traditional “brandmark” of the breed, is not possible on the basis of the Stipper gene St instead of Faded StF.

 The greatest group was shown with 30 entries in different colourations by Marchenero Croppers, a lot of them on a brown colour basis, e.g. a brown checker grizzle. Great from the number shown, but also from the appeal was the class of nine brown pied King. Four “silver” Old Dutch Capuchine” pigeons were a topic of discussion at the cages. They were not silver in the definition of the standard. One of them resembled milky barred pigeons, similar to the Saxon Cropper that was also shown in the AOC-Class, others resembled dominant opal, without tests not to decide, possibly somewhat entirely new.

 

To be continued with some remarks on the general class!