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Allele oder Nicht-Alle: Die traditionelle Analyse

Wenn man auf eine bisher unbekannte Erscheinung (Färbung, Scheckung) trifft, dann ist der übliche Weg zur Erbanalayse die Paarung mit dem Wild-Typ (Blaubindig oder zumindest ein Tier ohne diese Escheinung. Bei der Analyse von Scheckungen ist das ein einfarbiges Tier ohne Scheckweiß. An der Nachzucht und ggf. aus Rückpaarungen und Verpaarung der Nachzucht untereinander erkennt man, ob der Faktor rezessiv oder dominant vererbt wird, geschlechtsgebunden ist oder nicht, oder ob er aus der Kombination mehrere Erbfaktoren hervorgegangen ist.

 Außerdem werden Paarungen mit ähnlichen Erscheinungen erfolgen, um genetische Interaktionen festzustellen. Die von Ernst Meckenstock bei Schnabelkuppigen Trommeltauben gefundenen Bleifarbenen wurden z.B. mit ähnlich, aber nicht identisch ausschauenden platin Pommerschen Schaukappen gepaart um zu sehen, ob genetische Beziehungen bestehen. Die Nachzucht war schwarz ohne jegliche Platin- oder Bleifärbung, so dass es sich um unabhängige rezessive Faktoren handelte – so die übliche Schlussfolgerung. Wenn daraus Platin, Bleifarben oder Zwischentypen gefallen wären, dann hätte man auf Allele oder sogar auf identische Erbfaktoren geschlossen. Warum auch identische Erbfaktoren? Weil sich die Färbungen bei einzelnen Rassen aufgrund modifizierender Faktoren, die bei der einen Rasse vorhanden sind und bei der anderen fehlen, in Nuancen unterscheiden können. So besitzen die Pommerschen Schaukappen den Smoky-Faktor, die Trommeltauben nicht. Es ist nicht wahrscheinlich, dass so etwas einen großen Unterschied macht, ausschließen lässt es sich aber auch nicht.

Platin (links) X Blei (rechts) ergibt Schwarz (Mitte)