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Berner Spiegelschwänze und spiegelschwänzige Klippentauben

Der Ursprung des Berner Spiegelschwanzes reicht ins 18. Jahrhundert zurück und ist in bäuerlicher Umgebung zu suchen, die Taube ist dunkeläugig und blau ohne Binden. Charakteristisch ist die weiße Aufhellung vor der schwarzen Schwanzbinde, die in der Zucht nur durch Auslese zu halten ist, da sich die dunkle Färbung des Wild-Typs immer wieder vordrängt. Die Schwanzfärbung entspricht damit in verblüffender Weise der bei der Klippentaube, die als „Östliche Felsentaube“ bekannt ist. In der Literatur finden sich daher verschiedentlich Mutmaßungen, die Klippentaube würde zu den Ahnen der Spiegelschwänze gehören. Das konnte durch die Kreuzungen von Karl Stauber widerlegt werden. Zum einen war es überraschend schwer, in der ersten Generation von Täubern der Klippentaube und Berner Spiegelschwanzweibchen Nachzucht zu erzielen. Bei einem von den drei Paaren nur unbefruchtete Eier, die Jungtiere aus den anderen Paaren gingen im ersten Jahr im Alter von 4-7 Tagen ein. Erst im Folgejahr wurde Nachzucht durch Umlegen der Jungtiere zu anderen Paaren erreicht. Diese waren später angepaart, so dass länger Kropfmilch gefüttert wurde. Nur auf 6-8 Schwanzbinden zeigte sich bei den Jungtieren das weiße Band, sonst entsprachen die Jungtiere äußerlich der Klippentaube. Das Ergebnis entsprach damit den Berichten von früheren Kreuzungen mit Haustauben, bei denen das intermediäre Erscheinungsbild der Nachzucht schon beschrieben wurde. Die Aufhellung bei den Berner Spiegelschwänzen und den Klippentauben beruhen damit auf unterschiedlichen Anlagen (Karl Stauber, Geflügel-Börse 8/2004)

    

Berner Spiegelschwanz                    Klippentauben