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Reduced Thüringer Schildtauben und Deutsche Modeneser im Anerkennungsverfahren 2007 und 2008, Feldfarbentauben im Wartestand

 Anerkennungsverfahren

 Nach der erfolgreichen Ausstellung auf der 111. Lipsia im Dezember 2007 wurden die Thüringer Schildtauben auf der BZA-Sitzung in Bingen am 16. Mai 2008 auch offiziell als neuer Farbenschlag „Hellgrau – Dunkelgesäumt“ anerkannt. Drei von den acht von Fritz Muchow vorgestellten Tieren wurden mit der Note sehr gut bewertet. Das Ziel wurde mit Können, aber auch mit großem züchterischem Aufwand damit in einer kurzen Zeit erreicht.

 Die in „Rot – Gesäumt“ in der Sichtung von Hermann Nabbefeld vorgestellten Tiere wurden auf der Schau nur gesichtet und nicht bewertet, daher o.B. im Katalog. Die Sichtung fiel aber positiv aus, so dass die Tiere ebenfalls in Bingen zum Vorstellungsverfahren zugelassen wurden. Gleichzeitig wurde mit den Altdeutsche Mövchen in „Gelb – Gesäumt“  ein ähnlicher Farbenschlag zum Vorstellungsverfahren zugelassen, der genetisch nicht auf dem Erbfaktor Reduced beruht. Bei den Thüringern zur Sichtung auch noch blau mit bronze Binden. 

  

 Schließlich wurden auch die Deutschen Modeneser für 2008 durch Norbert Dietrich in das Vorstellungsverfahren als „Hellgrau – Gesäumt“ eingeführt und zur Sichtung zugelassen.

 Damit werden auf der nächsten Schau des VDT auf der Deutschen Taubenschau in Dortmund vermutlich alle genannten Gruppen zu sehen sein, die hellgrau-dunkelgesäumten Schildtauben erstmalig in der regulären Klasse.

 Feldfarbentauben im Wartestand

 Vor einigen Jahren sah es noch so aus, dass die Feldfarbentauben in Reduced mit weißen Binden die ersten sein würden, die in das Vorstellungsverfahren eingebracht würden. Hier hatte sich schon bei den letzten Treffen des Arbeitskreises „Reduced“ gezeigt, dass es nicht leicht ist, die helle Silberfärbung im Halsbereich wegzuzüchten, um die gewünschte Ähnlichkeit zu Hellblau-Weißbindigen zu erreichen. Diese Aufhellung scheint typisch für Reduced mit dem Farbausbreitungsfaktor zu sein, wie auch das abgebildete Kreuzungsweibchen zeigt, das einen graugesäumten Deutschen Modeneser von Zfr. Dietrich zum Großvater hat. Genetisch hat es eine schwarze Grundfarbe, die bindige Zeichnung (möglicherweise mit Ansatz zur dritten Binde) und spalterbig den Farbausbreitungsfaktor „Spread“.

  

 Wesentlich dunkler, aber ohne den starken Silberglanz im Hals, ist das von Andreas Boisits im ÖKZ 7/2008 abgebildete kappige Tier, vielleicht kann er sein Erfolgsrezept weitergeben. Eine einzelne ähnlich gefärbte Feldfarbentaube wurde auch beim letzten Meeting gezeigt und ist im Bericht darüber abgebildet.

 Kompliziert ist die Sichtung der weißbindigen Reduced dadurch geworden, dass man weiße Binden genetisch auf verschiedene Weise erreichen kann. Bei der im Foto gezeigten und selbst gezogenen Kreuzungstäubin sind die Erbanlagen bekannt. Sie besitzt kein Toy Stencil, das z.B. bei den schwarzen und blauen weißbindigen Feldtauben vorhanden ist (Typ 1).

 Reduced Weißbindige, die aus Kreuzungen mit blauen Weißbindigen stammen, werden sich optisch von diesen unterscheiden (Typ 2). Gesagt wurde auf dem letzten Meeting, dass Tiere mit dem zusätzlichen Toy Stencil-Komplex hellere Binden haben, was plausibel ist. Wahrscheinlich unterscheiden sie sich noch in anderen Punkten.

 Bindige Reduced ohne den Farbausbreitungsfaktor zeigen nur rötliche, statt der weißen Binden. Wenn der Toy-Stencil Komplex dazu kommt, werden sie auch weiße Binden zeigen und genetisch und äußerlich eine dritte Gruppe bilden (Typ 3).

 Es wäre interessant, beim nächsten Meeting am 20.9.2008 in Altenberge eine größere Gruppe von Feldfarbentauben zu sehen und den genetischen Hintergrund zu kennen, um genauer nach äußerlichen Unterschieden zwischen den drei Gruppen zu suchen.

 Typ 1: Reduced plus Farbausbreitungsfaktor

Typ 2: Reduced plus Farbausbreitungsfaktor plus Toy-Stencil-Komplex oder Teile davon

Typ 3: Reduced plus Toy-Stencil-Komplex oder Teile davon.