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Slenketauben   

 

Slenke Pigeons from Holland (see below)

 

Alte, fast vergessene Taubenrassen werden heute wieder entdeckt und gewinnen neue Popularität. Slenketauben sind eine alte niederländischen Rassen, auf die dieses zutrifft. So berichtet Pieter Jansma 2009 in der gut bebilderten holländischen „Avicultura“ sogar über das Wiedererscheinen der „Gelderse Slenke“. Slenke zeigen äußerlich eine große Ähnlichkeit mit frühen Amsterdamer Kröpfern. Das ist aber noch nicht das Besondere der Rasse.

 

 

E. Pfannenschmidt aus Emden ist wohl der erste, der Slenke im deutschen Sprachraum beschrieben hat. Vorhanden waren sie in der Region offenbar schon um 1870. Imponierender als das Erscheinungsbild ist danach das Flugverhalten: „Mit einigen gewaltigen Flügel­schlägen erhebt sie sich in die Lüfte, Schlangelinien beschreibend … Jeder Flü­gelschlag ist ein gewaltiger Stoß, der mit solcher Kraft unter dem Körper ausge­führt wird, dass ich die Schwingen oft ineinander verschlingen und die Taube machtlos aus der Luft stürzt. Stundenlang treibt sie ihr Spiel, bald hoch in der Luft, bald über den Dächern, bald die Flügel ausholend zu einem weithin ver­nehmbaren Schlage, bald in der Gestalt eines umstürzenden Dreiecks lautlos da­hinschwebend. Alle Künste dieser merkwürdigen Taube geben das vollkommen entgegengesetzte Bild eines vollkommenen Burzlers; schlägt dieser die Flügel über dem Körper zusammen, so schlägt die Slenke unter dem Körper die Flügel aneinander“. Wird hier, wie auch bei Spruijt im Buch „Raskenmerken“ von 1948, nur von Slenketauben geredet, so unterscheidet man in den Niederlanden Groniger und Geldener Slenke, letztere in der Beschreibung von Remco de Koster in einem Artikel in der Geflügel-Börse 1995 eine etwas gröbere Variante.

 

 Slenketauben bei Spruijt 1948

 

Darüber, wie dieser merkwürdige Flugstil vererbt wird, ist nichts bekannt. Bei der

Wiedererzüchtung der Geldener Slenke müssten eigentlich einige Erkenntnisse darüber angefallen sein. Es wäre schön, wenn man dazu von den niederländischen Züchtern etwas hören oder lesen würde. Slenke sind inzwischen auch in Deutschland vertreten. So hat ein Züchter im Brandenburger Raum Tiere abzugeben. Es wäre schön, wenn diese Raritäten etwas verbreitet würden.

 

Slenke Pigeons from Holland

 

Slenke Pigeons belong to the rarest old pigeon breeds in the world. In the German literature they seem first to be mentioned by a fancier E. Pfannenschmidt from Emden near the German border to the Netherland. In this part of Germany they were still known and raised about 1870. In a recent report in the Dutch Journal Avicultura Pieter Jansma let us know that the Gelders Slenke was re-established besides the better known Groning Slenke. Slenke are similar to old-fashioned Holle Croppers, however, they are something outstanding because of their flying style. During the flight the head and neck is carried arched and the flight describes a wiggly line. According to Levi’s “Pigeon” (1969) following Fontaine 1922 “it first rises almost vertically, then flies horizontally, with loud clapping of wings. Each wing stroke is very powerful…”. About the genetics of this behaviour nothing is known. However, in the process to re-establish the Gelders Slenke some insight might have been gained. Slenke today are again available in Germany. A fancier from the region of Brandenburg just offered a small stock of them.