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Verzwergung bei Tauben

Das vorige Jahrhundert war in der Geflügelzucht das Jahrhundert der Verzwergung von Hühnerrassen. Das jetzige wird möglicherweise das der Verzwergung von Taubenrassen. Mit dem Englischen Zwerg-Kröpfer haben wir bereits ein Vorbild, in den USA gab es auch schon den Miniature American Crest, eine Rasse die aber durchaus noch das Volumen einer normalen Taube erreichte. Den Anfang zu wirklichen Zwergen hat offenbar recht erfolgreich Ron Huntley in den USA mit einem Zuchtprogramm zur Schaffung von Miniatur-Saints gemacht. Saints wurden aus Schmalkaldener Mohrenköpfen und Farbkopftümmler erzüchtet, in die später noch Perückentauben eingekreuzt wurden. Farblich handelt es sich meist um weiße Tauben, teilweise auch um aschfahle. Die Minis sind größenmäßig den Figurita-Mövchen vergleichbar, mit deren Hilfe sie auch entstanden sind. Die gute Verbreitung solch kleiner Rassen wie der Figurita, der Arabischen Trommeltaube, der Portugiesischen Tümmler und anderer macht im übrigen die Attraktivität bei beengten Schlagverhältnissen, die bei der immer häufiger anzutreffenden reinen Volierenhaltung noch enger erscheinen, deutlich. Die erste Kreuzung von Saints mit Figurita-Mövchen hatte etwa die Größe von Birmingham-Rollern. Die zweite Generation war überwiegend ebenfalls von geringer Größe, teilweise kleiner als Roller, teilweise nicht größer als die Figurita. In dieser Generation waren bei nur sechs Jungtieren schon zwei dabei, die die Figurita-Figur mit der Saint-Struktur und Körperhaltung vereinten. Die gleichmäßige Haube und Nackenstruktur macht noch einige Probleme, die Fotos der Gegenüberstellung von Saints und Mini-Saints vermitteln aber schon jetzt ein eindrucksvolles Bild. 

Dass man bei der Kreuzung von zwei in vielen Merkmalen sehr unterschiedlichen Rassen wie den Saint und den Figurita-Mövchen schon bei der Aufspaltung der ersten Generation Jungtiere erhält, die so klein wie die Figurita-Mövchen sind und so dicht an den Typ der Saints herankommen, ist schon eine sehr große Überraschung und bei der geringen Zahl an Nachkommen sicherlich das Glück des Tüchtigen. Im Hinblick auf die Ergebnisse bei der Größe kann man vermuten, dass die geringe Körpergröße bei den Figurita ebenfalls im wesentlichen durch nur einen oder wenige Erbfaktoren bestimmt wird.

             

         Saint und Mini-Saint                                                    Mini-Saints und Figurita   (Fotos: Ron Huntley)

 Bantam Pigeons

The last century was devoted to the creation of bantam fowls in the poultry, now the century of creating mini-versions of great pigeon breeds might come. We still had in the past the English Pigmy Pouter and in the USA also the Miniature American Crest, the latter however, still had the size of a normal pigeon. The first step towards real bantam pigeons now was done by Ron Huntley in the US with the creation of Mini-Saints. Saints are an American breed, created by H.P. Macklin from the Mane and a Moorhead Tumbler. Later on he introduced a white Jacobin. The pigeons mostly are white, but also Spread Ash occurs. The Mini-birds are about the same size as the little Figuritas which were used in the breeding program. By the way, the popularity of such small breeds like the Figurita, the Arab Trumpeter and the Portuguese Tumbler in Germany shows how attractive small breeds are under the current restrictions pigeon breeders are faced with, including often the restriction to fly-pens. The first generation of a Saint / Figurita cross were about the size of Birmingham Rollers. The next generation (6 youngsters only) came in three types, some looking like the first generation, but small like the Figuritas, some like rollers and two looking like Saints. It was still a great surprise to get from such a small number two birds with the size of the Figurita and the structure of the Saints, luck of a capable and visionary pigeon breeder. In respect to the genetic basis of size we could suspect from the results that the small size is controlled by only one or a few factors.